Raum der Mitte

Altar und Christus-Figur im Heinrich-Fries-Haus gesegnet

Am 5. Juni 2013 wurde im „Raum der Mitte“ der neue Altar und Christus-Korpus von Weihbischof Thomas Maria Renz im Rahmen einer Eucharistiefeier gesegnet.

Ein Salzstein-Monolith aus dem Heilbronner Untergrund bildet die Basis der Altar-Stele, die von dem Ellwanger Künstler Rudolf Kurz entworfen und ausgeführt wurde.

Mit der Christusfigur unter dem Lichtkreuz, vom Künstler Karlheinz Oswald geschaffen, ist der „Raum der Mitte“ damit für seine geistliche Bestimmung als Ort der persönlichen Reflexion oder des Gebetes wie auch der gemeinsamen Feier vorbereitet.

Der „Raum der Mitte“ – spiritueller Ort im Haus der Katholischen Kirche und räumlich im Zentrum des Hauses  –  hat nun seine eigene Mitte erhalten, wie es der Weihbischof ausdrückte.

In  den sieben Stäben, die den Salzstein flankieren und den Altartisch tragen – drei links und vier rechts – drückt sich aus, dass hier Göttliches und Weltliches zusammenfindet, nicht zuletzt in der Eucharistie als Mitte unseres Glaubens. Diese Teile des Altars aus patiniertem Stahl stellen in Material und Farbe die Verbindung zur Christusfigur her.

Neben dem biblischen Bezug „Ihr seid das Salz der Erde“ (Mt, 5 13-16) bietet das Salz eine unmittelbare Bezogenheit zur Heimat; denn der Salzblock wurde 200 m unter dem Heilbronner Boden herausgebrochen. An den Bohrungen sieht man noch die Spuren dieser Arbeit. Bewusst  wurde der Salzblock dann nicht mehr künstlerisch weiterbearbeitet, sondern in seiner „ehrlichen“ Ästhetik belassen. Er zeigt sich wie er aus dem Boden geholt wurde und bietet so eine direkte Begegnung mit dem Salz und seiner erdgeschichtlichen Dimension, die den Betrachter existentiell berühren kann.

Unzählige Generationen vor uns haben auf diesem Boden über dem Salz gelebt, geglaubt, geliebt, gehofft. Nun ist etwas ans Tageslicht gebracht worden, was seit mehr als hundert Millionen Jahren unter den Füßen der Menschen im Unterland lag,  unvorstellbar lange bevor es den Menschen hier überhaupt gab… Und darüber wird nun die Eucharistie gefeiert!

Schauen Sie doch einmal rein; spüren Sie die neue Atmosphäre und Qualität des Raumes.