Ökumenische Partnerschaft mit Sabah / Malaysia

Die Kirchen Sabahs sind jung – im Hinblick auf ihre Gründung, aber auch hinsichtlich des hohen Anteils jugendlicher und junger erwachsener Mitglieder und Mitarbeiter. 

Die Kirchen wachsen weiter, wenngleich nicht ohne eigene Probleme mit dem Umfeld und typischen Krisen jeder Etablierung.

Jährlich gibt es in Sabah über tausend Taufen von Erwachsenen.

Das Verhältnis zwischen katholischer und evangelischer Kirche erhält durch die gemeinsame Partnerschaft wertvolle Erfahrungen und Impulse –  in Sabah wie bei uns!

ROMAN-CATHOLIC CHURCH


Erzbischof John Wong (Kota Kinabalu)

Erzbischof em. John Lee

Bischof Cornelius Piong (Keningau)

Bischof Julius Gitom (Sandakan)

Die drei katholischen Diözesen in Sabah 

Das katholische Christentum verbreitete sich unter den Stämmen Nord-Borneos vor allem durch englische „Mill-Hill“-Missionare in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts. Etwa 20% der Bevölkerung sind heute römisch-katholisch.

Die erst 1976 errichtete Diözese Kota Kinabalu wurde 1993 geteilt.
Die zweite 
Diözese Keningau hat rund 85.000 Katholiken in acht Gemeinden mit ca. 200 Außenstationen bei 16 Priestern und etwa 30 Ordensschwestern.
2007 wurde die Diözese Kota Kinabalu nochmals geteilt. Der bislang südliche Teil bildet nun die dritte Diözese Sandakan (mit 7 Priestern und 85 Outstations).
2008 wurde die Diözese Kota Kinabalu zur Erzdiözese erhoben. Derzeit hat sie 17 Großgemeinden, 34 Priester, über hundert Ordensschwestern und einige Ordensbrüder. Daneben sind 541 Katechistenin den zahlreichen Outstations haupt-,  neben- oder ehrenamtlich tätig. Die rund 190.000 Katholiken machen 14,5 % der geschätz 1.3000.000 Einwohner auf dem Diözesangebiet aus.

Zur Unterstützung des Erzbischofs John Lee wurde am 1.10.2010 Fr. John Wong zum Coadjutor mit automatischer Nachfolge ernannt.
Seit 1.12.2012 ist John Wong der neue Erzbischof von Kota Kinabalu.

Nach der Staatsgründung Malaysias mussten in den 70er Jahren alle ausländischen Missionare das Land verlassen. Für die Kirchen war das eine schwere Belastungsprobe; die Krise führte jedoch zu einem Prozess, der eine Kirche eigener Prägung entsprechend den Bedürfnissen und Möglichkeiten hervorbrachte. 

So haben sich in den katholischen Gemeinden Sabahs hinsichtlich der Rolle von Laien in Liturgie, Katechese und Gemeindeverantwortung neue Formen entwickelt , die modellhaft sein könnten für eine Kirche der Zukunft – auch bei uns.

BASEL CHRISTIAN CHURCH OF MALAYSIA (BCCM)

Bischof RRev.James Wong (BCCM)

Die Basler Missionsgesellschaft sandte 1846 Missionare nach China. Chinesische Arbeiter brachten von dort ihren Glauben mit nach Sabah im Gefolge der englischen Nordborneo Handelsgesellschaft.
1925 formierten sich deren Gemeinschaften zu einer selbstständigen Kirche, die später Mitglied im lutherischen Weltbund wurde.

Die BCCM hat heute englisch-, chinesisch- und malay-sprachige Gemeinden.
Sie zählt ca. 60.000 Mitglieder  
in 95 Gemeinden mit rund 100 PfarrerInnen.

PROTESTANT CHURCH IN SABAH (PCS)

Im Norden von Sabah (Region Kudat) hat sich nach 1950 die Protestant Church in Sabah als Kirche in der Urbevölkerung gegründet. Das Volk der Rungus lebte lange wirtschaftlich abhängig von Engländern, Indern und Chinesen. Nun suchte es im christlichen Glauben die Befreiung von animistischen Ängsten und seine Eigenständigkeit. Mit Unterstützung der Basler Mission gelang die „Bekehrung auf eigenen Wunsch“.
Heute gehören dieser Kirche ca. 40.000 Menschen an, die von 35 PfarrerInnen und 115 ehrenamtlichen „TeampfarrernInnen“ in 21 Distrikten betreut werden.

Präsident Rev. Jensey Mojuin (PCS)