Pfingstlicher Geist mutet Veränderung und Umkehr zu – Bischof Fürst wünscht sich Offenheit für Diakonat der Frau

Rottenburg. Mit dem griechischen Wort „Metanoia“, Neuausrichtung und Aufbruch zu neuen Ufern, hat Bischof Gebhard Fürst das Pfingstgeschehen beschrieben. „Es ist Gottes Geist, der uns Veränderungen abringt, aber er lässt uns damit nicht allein. Sein Geist ermutigt und stärkt“, sagte der Rottenburger Bischof am Freitag mit Blick auf das bevorstehende Pfingstfest.

Nicht nur beim Pfingstereignis selbst vor über 2000 Jahren habe der himmlische Geiststrom verfestigte Vorstellungen revolutioniert und verschlossene Herzen geöffnet. Der Geist Gottes komme oft gerade dann, wenn man am wenigsten damit rechne. „Es kann sein, dass der pfingstliche Geist nicht immer nur Freude auslöst, denn er mutet einiges an Veränderung und Umkehr zu - damals wie heute“, betonte der Bischof. Wandel bedeute auch Verunsicherung und Widerstand. „Beides, Erwartungen und Unsicherheit, bis hin zum Widerstand, erleben wir gerade in vielen Bereichen von Kirche und Gesellschaft.“

Ganz konkret nahm Bischof Fürst Bezug auf den Wandel in den Kirchengemeinden ebenso wie auf die Situation der Frauen in der Kirche: „Ich verstehe die Verletzungen, die gerade Frauen empfinden, weil sie ihre Charismen derzeit nicht genügend innerhalb der Dienste und Ämter einbringen können. Der Diakonat der Frau ist ein Zeichen der Zeit. Ich hoffe und vertraue darauf, dass dieses brennende Thema in naher Zukunft in aller Offenheit bearbeitet wird“, wünschte sich Bischof Fürst.

07.06.2019 Diözese Rottenburg-Stuttgart