Pastorale Umkehr der Pfarreien

Die Instruktion der Kleruskongregation "Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche" löste kontroverse Diskussionen aus. Bischof Dr. Gebhard Fürst stellte für unsere Diözese klar, dass das „Rottenburger Modell“, die Partizipation der Laien in der Leitung, nicht in Frage gestellt wird.

Die Instruktion stützt seine Auffassung von der Mitwirkung der Laien in der Pastoral der Pfarreien. Der Hauptakzent liegt in den ersten sieben von elf Kapiteln vor allem auf der Erneuerung der Pfarrgemeinden im missionarischen Sinn „mit Blick auf die tiefgehend veränderten sozialen und kulturellen Gegebenheiten“. Sowie auf der pastoralen Umkehr, „dass sie sich beständig mit den aktuellen Veränderungen in der heutigen Kultur und im Leben der Menschen auseinandersetzen muss“. Dafür müssen kreative Wege und neue Instrumente zum Einsatz kommen. „Es geht um ein pastorales Handeln, das durch eine wirkliche und vitale Zusammenarbeit zwischen Priestern, Diakonen, Gottgeweihten und Laien und zwischen verschiedenen Pfarrgemeinden […] strebt“.

Zudem ist die Rede von der verantwortlichen Aufgabe des „Hirten“, dem Pfarrer als Leiter der Gemeinde. Seine „Aufgabe besteht darin, die Pfarrei so zu leiten, dass sie ein überzeugendes Zeichen christlicher Gemeinschaft ist“. Das macht deutlich, „dass der Pfarrer der Pfarrei dient und nicht umgekehrt sie ihm.“

„Die Sendung, die die Pfarrei […] hat, betrifft daher das ganze Volk Gottes in seinen verschiedenen Teilen […] alle gemäß ihren Charismen und der entsprechenden Verantwortung“. Dies entspricht einem Ideal, wie auch das genannte „pulsierende Zentrum der Evangelisierung“, das in vielen unserer Gemeinden noch nicht vorherrscht, doch anzustreben ist.

Wir empfehlen die Instruktion oder die Zusammenfassung auf Vatican News zu lesen, um sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen.