Jugend und Verwaltung – Top Themen in der Dekanatskonferenz

In der Dekanatskonferenz trafen sich am 8. Mai rund 50 Hauptamtliche des katholischen Dekanates Heilbronn-Neckarsulm um über aktuelle Themen zu sprechen.
Zweimal pro Jahr lädt Dekan Siegbert Denk alle Hauptamtlichen im Dekanat zur Dekanatskonferenz ein. Diesmal mit Weihbischof Thomas Maria Renz. In einer gemeinsamen Vesper ermutigte Renz alle Mitarbeitenden in ihrer Arbeit. „Die Kirche steckt nicht in einer Glaubenskrise“, die Menschen glauben und suchen nach Spiritualität. Die Herausforderungen, mit denen die Kirche derzeit zu tun hat, sind struktureller Art. Die Welt verändert sich. Die Menschen sind mobiler. Was auch eine Chance der Kirche sein kann. Auch die Emmaus Jünger sind vom Zentrum in die Dörfer gegangen. Zu zweit waren sie und ließen sich nicht entmutigen. Denn sie vertrauten auf Jesu Worte: „Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“, so Weihbischof Renz.

Nach der gemeinsamen Vesper ging es mit dem Top Jugendarbeit im Dekanat – ein Schwerpunkt von Thomas Maria Renz – los.  Dekanatsjugendreferent Martin Doll und Dekanatsjugendreferentin Jasmin Piontek berichteten von der anstehenden 72h-Aktion, die am 23. Mai mit acht Gruppen und 200 Teilnehmern startet. Auch der SWR wird von der deutschlandweiten Aktion des BDKJ berichten und stellt eine gute Öffentlichkeitsarbeit für die Katholische Jugend dar. Des Weiteren erfreut sich der Michaelsberg (der Berg) mit dem Angebot der „Tage der Orientierung“ über Schulklassen, die bislang noch nicht mit Kirche in Berührung gekommen sind. Das Jugendspirituelle Zentrum wird seit 1. Januar 2019 vom Bischöflichen Jugendamt der Diözese Rottenburg-Stuttgart getragen. Bei dem Thema Jugend wird vor allem den Jugendreferenten die gute Beziehungsarbeit durch sehr strenge Datenschutzauflagen erschwert. Laut diözesanen Datenschutzrichtlinien muss gerade bei der Nutzung von Social Media darauf geachtet werden, was genutzt werden darf und was nicht. Das erschwert die Kommunikation mit Jugendlichen, denn der Großteil an Jugendlichen kommuniziert darüber ausschließlich. Eine weitere Herausforderung im Jugendreferat stellt zudem die vierjährige Vakanz der Jugendseelsorgerstelle (50%) dar.

Neben der Jugendarbeit beschäftigte sich die Dekanatskonferenz mit dem immer komplexer werdenden Verwaltungsaufwand für katholische Einrichtungen, z.B. für die Kath. Kindergärten. Aufgrund offener Stellen wird bei Verzögerungen um Verständnis und Geduld gebeten. Weihbischof Thomas Maria Renz wurde gebeten, das Anliegen Verringerung des Verwaltungsaufwand an die Verantwortlichen in den zuständigen Hauptabteilungen im Bischöflichen Ordinariat weiterzuleiten.

Insgesamt setzt das Dekanat weiterhin auf die gute Zusammenarbeit mit der Diözese Rottenburg-Stuttgart, um die Kirchenentwicklung voranzutreiben. In diesem Sinne berichtete Weihbischof Thomas Maria Renz Erfreuliches: Die Diözese wird die Schulpastoral inhaltlich und personell stärken. Weitere Informationen sollen hierzu folgen.