HAGELFREITAG mit Erzbischof Stephan Burger – Höchstberg

Hagelfreitag – Höchstberg nicht nur Wallfahrtsort, sondern auch Zuhause und Zufluchtsort für viele Christen
Der Tag nach Christi Himmelfahrt, der so genannte Hagelfreitag, gilt im Marienwallfahrtsort Höchstberg als großer Wallfahrtstag.
Knapp 350 Gläubige pilgerten am vergangenen Freitag in Kleingruppen aus verschiedenen Richtungen zur Wallfahrtskirche „Zu unserer lieben Frau im Nussbaum“ um in den Bitttagen für eine gute Ernte und das Ausbleiben von Schäden, besonders von Hagelschäden – daher auch der Name - zu beten. Aber auch, um seine Sorgen und Nöte in der Marienkirche vor Maria zu bringen. „Die Menschen suchen diesen besonderen Ort auf, um hier mit der Muttergottes die persönlichen Probleme die jeder hat, zu verarbeiten und ihr die eigenen Anliegen anzuvertrauen“, erzählt Annelies Domay, die bereits seit Jahren am Hagelfreitag nach Höchstberg kommt. Auch Erzbischof Stephan Burger aus Freiburg betonte in seiner Festpredigt die Muttergottes, die auch die Mutter aller Christen ist. „Bekümmert sein betrifft jeden einmal“, so Erzbischof Stephan Burger in seiner Predigt. Sei es wegen der Spannungen im eigenen Land, die einen quälen, des Klimawandels, der Spannungen in der Kirche oder wegen der Prognosen, dass bis 2060 die Anzahl der Christen halbiert sein soll. „Da stellt man sich schon mal die Frage: Macht das Beten Sinn, wenn meine Gebete und Wünsche oft nicht erhört werden?“ so Erzbischof Stephan Burger. Und er sagt „Ja“, es mache Sinn. Maria sei dazu der Schlüssel. Zu ihr dürfen die Gläubigen kommen, mit Hoffnung und Enttäuschung, um Stärkung und Trost zu erfahren. Da wird aus dem Wallfahrtsort, ein Zuhause, ein Zufluchtsort, um Orientierung zu finden, um zu Maria zu beten, die - so heißt es im katholischen Glauben - ein gutes Wort beim Herrgott für den Bittenden einlegt. So wurde am Hagelfreitag nicht nur für gutes Wetter und die Bewahrung vor Unwettern gebetet, sondern auch um Marias Beistand und Hilfe für alle Menschen.
Ein feierlicher Gottesdienst, bei dem sich nicht nur um die geistliche Stärkung der Festgemeinde gekümmert wurde. Beim anschließenden traditionellen Mittagessen im Pfarrgarten sorgten viele Helfer und Helferinnen für das leibliche Wohl.