Gelungene Begegnung

Am 07.10.2017 fand der Erste Begegnungstag Kirche und Schule im Dekanat Heilbronn-Neckarsulm statt. Unter dem Motto

 

kennenlernen

vernetzen

Möglichkeiten entdecken

 

trafen sich viele an der Zusammenarbeit von Kirche und Schule interessierte Teilnehmer*innen aus ganz unterschiedlichen Bereichen: Vertreter*innen aus Kirchengemeinderäten, Lehrer und Lehrerinnen,  Vertreter*innen der Caritas und der Sozialarbeit in Schulen, Mitarbeiter*innen der kirchlichen Jugendarbeit, Seelsorger*innen, die in Schulen tätig sind, und viele mehr.

Erfrischend begann der Tag mit einem Beispiel aus dem Best-Practice-Pool der Schulpastoral im Dekanat Heilbronn-Neckarsulm: dem begeisternden Gesang des kirchlichen Kinderchors St. Mauritius aus Oedheim. (Durch die Verlegung der Treffen und Proben vom katholischen Gemeindehaus an die Grundschule im Ort erfährt dieser Chor frischen und ermutigenden Aufwind.)

Nach der Begrüßung durch den Stellvertretenden Dekan Roland Rossnagel, Schuldekan Thomas Schmitz und den Hausherrn  Herrn Marc Hennen, führte Lioba Diepgen, Dekanatsbeauftragte für Kirche und Schule in Heilbronn-Neckarsulm und Referentin für Schulpastoral in der Diözese Rottenburg Stuttgart, ins Programm ein.

Höhepunkt des Vormittags war der Vortrag von Prof. Dr. Dr. Michael Ebertz, der als Religionssoziologe einen kritisch-konstruktiven Blick auf die Möglichkeiten der Kooperation von Kirche und Schule warf:

Schulpastoral, wie es im Fachjargon heißt, ist aus Sicht von Prof. Ebertz, eine moderne Möglichkeit der Kirche, sich in der säkularisierten Welt in neuer Weise einzubringen. Eindrucksvoll schilderte Prof. Ebertz die Veränderungen in Kirche und Gesellschaft, mit denen wir heute leben und arbeiten müssen: was uns jahrzehntelang in unserem kirchlichen Arbeiten vertraut war, funktioniert und greift heute nicht mehr. Viele Zuhörende stimmten seinen klaren Analysen zu. Zukunftsorientiert legte Prof. Ebertz am Beispiel der Konzeption der Schulpastoral in der Diözese Rottenburg-Stuttgart dar, welche Möglichkeiten Kirche hat und entwickeln kann, wenn sie sich auf die Erfordernisse heute einlassen kann. In der anschließenden Diskussion in kleineren Caféhaus-Gruppen wurden viele dieser Impulse aufgegriffen und engagiert diskutiert.

Nach dem Mittagessen konnten alle beim Markt der Möglichkeiten die Angebote der kirchlichen Jugendarbeit, des RPI in Heilbronn, des Arbeitskreis Leben, der Katholischen Erwachsenenbildung, der Caritas im Kontext mit Schulen kennenlernen, Material mitnehmen und vor allem, Kontakt aufbauen zu den Vertreter*innen der Kooperationspartner.

In Workshops gab es dann Gelegenheit, die schulpastorale Arbeit z.B. im Trauerfall an der Schule, die präventive Arbeit des Arbeitskreis Leben (AKL) kennenzulernen, die Vorbereitung von Gottesdiensten in der Schule konkret anzuschauen oder über praktische Fragen der Zusammenarbeit zwischen Kirche und Schule zu diskutieren.

Alles in allem war es ein spannender Tag,  Startsignal für die Zusammenarbeit von Kirche und Schule im Dekanat Heilbronn-Neckarsulm, und Ermutigung, über neue Formen der Pastoral in Schulen nachzudenken, vielseitig, informativ und vernetzt. Was sich allein schon darin zeigt, dass sehr viele Teilnehmende sich in ihrer Rückmeldung eine Fortsetzung wünschten.

Wir beendeten den Tag mit Gebet und Segen: zum ersten, aber sicherlich nicht zum letzten Mal, brannte die Kerze, die extra zu diesem Tag gestaltet wurde. Sie zeigt das Netzwerkwerk Schulpastoral ausgehend von ihrer Mitte, Jesus Christus.

Wir danken allen, die dabei waren, mitgearbeitet, mitdiskutiert und sich eingebracht haben.

Dieser Tag war für uns Veranstalter eine Ermutigung weiterzumachen!