Deutschordensmünster im ZDF

Der Sender überträgt am 4. Oktober den Sonntagsgottesdienst aus St. Peter und Paul. Ehrenamtliche helfen danach beim Telefondienst.

Zum ersten Mal kommt ein ZDF-Fernsehgottesdienst aus dem Deutschordensmünster St. Peter und Paul. Der Sender zeigt live die Messe ab 9.30 Uhr. Die Übertragung steht unter der Überschrift „Freude an Gott bringt Frucht“.

„Sowohl die erste Lesung als auch das Evangelium sprechen an diesem Sonntag eine dunkle Sprache. Doch wer realisiert, dass Gott in seiner Liebe keinen einzigen Menschen aufgibt, auch die Sündigen nicht, der lebt in Freude“, sagt Pfarrer Roland Rossnagel. Er konnte bereits bei Streamingangeboten und regionalen Ausstrahlungen Erfahrungen vor der Kamera sammeln. Dadurch stelle sich ein Übungseffekt ein, der den Beteiligten jetzt beim ZDF-Gottesdienst zugutekomme. Dabei war der Termin für die Fernsehübertragung lange vor Corona geplant.

Das Deutschordensmünster in Heilbronn Foto: drs/Guzy

Eine Herausforderung ist die Zeitvorgabe von 45 Minuten, wie Kantor Michael Saum erklärt. Er hat sich auf dem Rechner extra eine Tabelle erstellt, um die Dauer der einzelnen Teile passend zu berechnen. Während der Messe wird Saum unter anderem eine Orgelimprovisation spielen.

Das Athos Ensemble gestaltet den Gottesdienst gesanglich mit. Außerdem unterstützt Kirchenmusiker Christian Göckel aus Neckarsulm seinen Heilbronner Kollegen, indem er einen Part am E-Piano übernimmt.

Für die Vorbereitungen ist das Deutschordensmünster ab 1. Oktober geschlossen, wie die Kirchengemeinde auf ihrer Homepage mitteilt. Nach dem Aufbau der Technik sind für Samstag Proben angesetzt, erklärt Saum. Dadurch entfallen insbesondere der Gottesdienst am Freitagabend und die Messe um 8.30 Uhr am Sonntag.

Damit das Fernsehteam arbeiten kann, gelten besondere Corona-Regelungen des Senders. So musste zum Beispiel die schon eingeschränkte Platzzahl noch einmal reduziert werden. Die Kapazitäten sind mittlerweile auf die Anmeldungen verteilt.

Zum ZDF-Fernsehgottesdienst gehört es, dass nach der Übertragung eine Telefonnummer geschaltet ist. Über die können die Zuschauerinnen und Zuschauer mit Gemeindemitgliedern sprechen. Für den Telefondienst hat die Kirchengemeinde etwas mehr als 20 Ehrenamtliche gewinnen können. Sie sind in drei Schichten bis Sonntagnachmittag eingeteilt.

Arkadius Guzy
Diözese Rottenburg-Stuttgart, 29. September 2020, www.drs.de