Dekanatsmaiandacht 2014

Dekanats-Maiandacht am 4.5.2014 in Höchstberg mit Kardinal Woelki und rund 500 Teilnehmern

Am ersten Sonntagabend im Mai hatte das Dekanat Heilbronn-Neckarsulm und die Kirchengemeinde Höchstberg zur Maiandacht mit Lichterprozession eingeladen. Sie wurde geleitet von Rainer Maria Kardinal Woelki, dem Erzbischof von Berlin, der auch die Ansprache hielt.

Maria als „Zweitschlüssel“ zum Himmel. Dieses originelle Bild für die Bedeutung Mariens zeichnete Kardinal Woelki während seiner Ansprache. Am Beispiel Marias zeige sich: Gott gibt dem Leben eines jeden von uns eine Bestimmung mit. Maria ließ sich davon bedingungslos ansprechen und ist uns darin ein Vorbild.

Beim Marienbrunnen in der Ortsmitte, wo die Andacht um 20.30h begann, dankte Dekan Siegbert Denk dem Gast aus Berlin, dass er ins Dekanat gekommen ist. Beide kennen sich aus einer gemeinsamen Studienzeit in Freiburg. Er habe den Kardinal eingeladen, „um mit uns die Dekanats-Maiandacht zu feiern, die Mutter Gottes zu ehren und ihren Sohn anzubeten, unseren Herrn Jesus Christus„. Als Dekan sei es ihm „ein Anliegen, den einzigen Marien-Wallfahrtsort im Unterland hervorzuheben und zu stärken.

Ansprechende Gesänge und anregende Texte begleiteten die Teilnehmer der Prozession zur Wallfahrtskirche, vorgetragen von Sr. Ursula im Wechsel mit Pfr. Weikart, Dekan Denk und Kardinal Woelki. Von der abendlichen Stimmung verstärkt und den Klängen des Höchstberger Blasorchesters unterstützt, brachten sie die hilfreiche Beziehung zur Gottesmutter ins Bewußtsein.

Bei seiner Ansprache in der Wallfahrtskirche spannte der Kardinal einen großen gedanklichen Bogen von Jesus über Maria zu unser aller Berufung und Bestimmung. Mariens herausragende Bedeutung sei ihre leibliche Aufnahme in den Himmel. Wenn Christus der Schlüssel zum Himmel ist, dann sei Maria der „Zweitschlüssel“. Dies begründe auch das Feiern der Maiandachten und die Verehrung Mariens. Christus lebt und auch Maria lebt, von daher entfaltet sich ein lebendiger Glaube, mit dem wir Problemen und Herausforderungen dieser Welt begegnen. Hier ging der Kardinal auf die „Sterbehilfe“ ein, die er, so wie sie von vielen gefordert wird, als Tötung auf Verlangen bezeichnete. Sterbehilfe müsse für Christen aber heißen: Sterbende begleiten, sich vor diesem Lebensabschnitt nicht drücken. Christus ist uns vorausgegangen – durch den Tod in das Leben. Ihn, den Lebendigen, den auferstandene Christus feiern wir.

Danach wurde das Allerheiligste zur Verehrung ausgesetzt.  Mit dem eucharistischen Segen und einem marianischen Segenslied endete die Andacht.

In weiser Voraussicht war die Übertragung von Bild und Ton aus der Kirche vorbereitet; drinnen hatte der Platz nicht gereicht. So war auch außerhalb der Kirche die weitere Teilnahme möglich. Auch wenn es dort kühler war, schufen die leuchtenden Kerzen in der Dunkelheit eine ganz eigene dichte Atmosphäre.

Dank dem Kirchengemeinderat der Gemeinde Höchstberg war die Veranstaltung gut organisiert und zusammen mit weiteren Helfern ohne Probleme verlaufen.